Der Bildungs-Oscar geht dieses Jahr an Firma Achim Franz Klaviere & Flügel


Die Oscar Walcker Schule in Ludwigsburg ist die Berufsschule für Musikinstrumentenbauer und Klavierbauer in Deutschland, wo der zentrale Blockunterricht für alle Klavierbaulehrlinge stattfindet. Das heißt alle Lehrlinge, ob sie nun von Steinway & Sons, Schimmel, Bechstein, Steingraeber, August Förster kommen, aber auch aus etlichen kleineren Betrieben, die ausbilden dürfen, müssen dort regelmäßig zum Unterricht. Die Prüfungen zum staatlich anerkannten  Klavierbauer werden dort ebenfalls abgenommen.

Im Februar 2020 machte unser Lehrling Jonas seine Abschlussprüfungen dort und bestand mit den besten Noten bundesweit. Uns wurde jeweils der „Bildungs-Oscar“ verliehen. Mir als Ausbildenden und Jonas als Auszubildenden.


Das freut mich außerordentlich, zumal ich das Erste Mal überhaupt jemanden offiziell ausgebildet habe…

 

Die Verleihung des Bildungs-Oscars an uns durch die Oscar-Walcker-Schule Ludwigsburg e.V. fand am Donnerstag, 22.07.2021 um 18:00 Uhr statt.  Corona bedingt bei schönstem sonnigen Wetter unter freiem Himmel auf dem Schulgelände. Zwei Klavierspieler mit zwei Klavieren und eine schuleigene Blaskappelle unterfütterten den festlichen Rahmen. Selbstgebackenes aus der Bäcker und Kochschule wurde feilgeboten. Es wurden auch die Jahrgangsbesten Holzblasinstrumentenbauer, Zimmerleute,  Maurergesellen, Friseure, Medizintechniker etc. geehrt.



Wer war Oscar Walcker und warum wurde diese Handwerksberufsschule Schule nach ihm benannt?




Dazu leisten wir zu einem späteren Zeitpunkt einen kleinen Beitrag…

Ein neuer Flügel an die Alster von der noblen Pianoforte-Manufaktur Steingraeber aus Bayreuth…

Am 15.04.21 lieferten wir für die Hamburger Musikhochschule unseren Steingraeber A 170 Flügel. Durch die Initiative der Dr. E. A. Langner-Stiftung wird mit der neu konzipierten JazzHall ein innovativer Konzertsaal gerade  Wirklichkeit, bei dem sich hinter der Bühne eine Glasfassade öffnen lässt, sodass  die Bühne gleichermaßen ins Freie Richtung Alsterwiesen nutzbar ist, wie auch nach innen bespielbar in den Saal hinein. Die Musiker brauchen sich nur einmal um 180 Grad zu drehen... Nicht nur in Corona-Zeiten  visionär… 

Die „ JazzHall“ selbst ist ein neuer kleiner Saal für ca. 200 Leute gedacht. Die Decke des Saals ist gewölbt und assoziiert einem als Hamburger sofort das „Innere eines auf den Kopf gestellten Bootsrumpfs.“ Die Träger des gewölbten Dachs erinnern wiederum  an eine im Bootsbau altbekannten  hölzernen Spanten-Bauweise. Erscheinen aber in ihrer asymmetrisch sphärischen  Wölbung  wie Wellenbewegungen.

Hochmodernes Design - Tolle Idee! Die Akustik ist übrigens auch noch gut! Sie erlaubt dem  Flügelmodell  aus der Steingraeber Pianofortemanufaktur Bayreuth in dieser neu verwirklichten  Hamburger Halle sein volles  Klangfarben Spektrum zu zeigen. Ich konnte diesen Flügel unmittelbar  nach Anlieferung kurz anspielen…:

Völlig zu Recht wird dieses Flügel Modell von Steingraeber nicht als „Stutzflügel“ bezeichnet. Der A 170 wurde in vielen Auszeichnungen als „Bester der Klasse unter 200cm gerühmt.“ Er klingt viel größer als er ist. Physikalisch liegt dieses Phänomen in der ungewöhnlich breiten Form dieses A 170 begründet, die sehr lange Basssaiten erlaubt. Professionell ist auch die Spielart und so steht dieses besondere Instrument auch schon als „ Konzertflügel“ auf anderen beengten Bühnen, Hochschulen oder Opernhäusern - wie z.B. im faszinierenden Opernhaus Oslo.

Neben der Möglichkeit ihn rein klassisch  akustisch zu spielen, kann man bei dem hier für Hamburg gelieferten Modell den Hebel eines Bowdenzugs einfach umlegen und mit dem Ad Silent System die eigens von Steingraeber per physical modeling entwickelten Steingraeber piano sounds verwenden oder die hochwertige Klaviatur des Flügels als masterkeyboard nehmen. Aber auch im normal akustischen Spiel ist dieser Flügel in seiner Spielweise frei von mechanischen Veränderungen bzgl. der sog. „Auslösung“, weil der sog. „Mute Rail Optimizer“ zusätzlich von uns installiert wurde ( entwickelt von Martin Deuker Berlin 2017).

Hier die Auslöseerweiterungsleiste bei einem Steinway M ebenfalls von uns installiert.

Hier die Auslöseerweiterungsleiste bei einem Steinway M ebenfalls von uns installiert.

Wir bauen in unserer Hamburger  Werkstatt inzwischen bei zu midifizierenden Flügeln immer diese Auslöseerweiterung mit ein…Sie ist einfach und genial konstruiert.

Bleibt zu hoffen, dass es trotz aller Widrigkeiten der Pandemie bald losgehen kann mit hochkarätigen Jazz-Konzerten in lauen Sommernächten.

Wir drücken die Daumen!

Silvia Leonhard und Achim Franz

Während des Lock downs haben wir vermehrt Reparaturaufträge in der Werkstatt annehmen können:

Hier beim Wieder Einpassen der Gussplatte in ein altes ca. 100 Jahre altes“ Kaim“ Klavier

Nach der Resonanzboden Reparatur ( Hochkeilen, herunter trocknen, Risse ausspänen, den alten Lack abziehen, Bodenwölbung neu erarbeiten) …wird die Gussplatte wieder neu eingepasst, sodass überall der richtige Stegdruck gewährleistet ist.

So eine Restaurierung, wie wir sie durchführen, macht schon Sinn, ist aber nicht günstig. Es gibt auch vereinzelt recht gute Importklaviere aus Asien. Ein deutsches neues Markenklavier wiederum, wäre aber auch schön.

Neues Spielgefühl durch neuartigen Tastenbelag bei Sauter Klavieren.

Die Pianofortemanufaktur Sauter in Spaichingen feierte im letzten Jahr ihr 200jähriges Jubiläum. Alle Instrumente werden in Deutschland hergestellt und sämtliche Zulieferteile sind regionaler Herkunft.

Unser Steingraeber D232 Flügel beim Jazz Open Planten un Blomen im August September 2019




Der Steingraeber D 232 wurde auch bereits im Juli in der Hamburger Kunsthalle im Werner-Otto Saal  für das 2. Chopin Festival genutzt. Der bekannte Hammerklavier Experte Andreas Staier spielte mit seinem Ensemble.


Ein interessant gemeinter Klangvergleich von einem modernen Steingraeber gegenüber einem 149 Jahre alten Pleyel Flügel. Der Steingraeber wurde extra von mir auf Wunsch des Veranstalters (Herrn Prof. Hubert Rutkowski)   um 10 Hz. Tiefer gestimmt, als unsere heute üblichen 440Hz. Außerdem wurde das Niedergewicht der Tasten bei dem Steingraeber extra auf 70gr. erschwert, um in der Spielart dem Pleyel Flügel angepasst zu werden.



Einmal abgesehen von dem erheblichen Aufwand, einen modernen Flügel um 10 Hz herunter zu stimmen, Hinkte der Klangvergleich insofern, weil die Mensur eines modernen  Flügels zum einen gar nicht darauf ausgerichtet ist ganze 10 Hz tiefer zu erklingen. Und zum anderen der alte Pleyel sicherlich nicht so klingt, wie vor 149 Jahren, als der wiederum neu war. Dann sich auch noch daran versuchen schnelle Mozartläufe auf dem erschwerten Steingraeber Flügel zu spielen, wo Mozart historisch auf deutlich leichteren Klaviaturen gespielt hat, als wir sie heute im allgemeinen haben (nämlich unter  50gr.) Erinnert dann eher an einen verpfuschten artistischen Finger- Turnwettbewerb, als den ernsthaften Versuch  historische und moderne Instrumente wirklich miteinander  zu vergleichen

Der Pleyel Flügel klang mit seinen extrem schnell verklingenden Tönen im Diskant kurz aufbellend eher nach einem verstimmten Xylophon das sich in ein Stummfilmkino verirrt hat. Der Steingraeber hingegen konnte in seiner auf 10 Hz tiefer  degradiert keineswegs zeigen, was er klanglich drauf hat.

Sinnvoller wäre es gewesen, 2 Ensembles einzuladen und die Musiker jeweils die gleichen Stücke spielen zu lassen. Einmal auf komplett historischen Instrumenten und einmal auf komplett modernen Instrumenten jeweils in ihrer zeitgemäßen Stimmung und Verfassung sauber voneinander getrennt und gegenübergestellt.

So war die Veranstaltung weder Fisch noch Fleisch, zumal man nach dem Konzert bei dem sog. “Künstlergespräch“ vom Publikum aus nur „3 Fragen“ stellen durfte. Ich hielt das erst für einen Witz, aber das war ganz ernst gemeint…nach dem Motto: Lass das Publikum mal ein bischen reden, aber Ahnung hat es ja sowieso nicht…

Ich fand die Veranstaltung enttäuschend.

…Für ein paar Minuten im Atlantik Hotel…

Ein Feurich Flügel (Mod. Dynamic II) wird hereingerollt…(unser am besten verkaufter und vermieteter Neu-Flügel)

…die Beine werden rangeschraubt…

 
…der Flügel hingestellt und noch einmal kurz angespielt vom Chef…

Die Stimmung stimmt! In so einem Saal zu stimmen wäre es viel zu viel Hall, zu laut und zu viele Leute, die herumwuseln. Deswegen stimmen wir den Flügel immer  vor Transport für solche Anlässe. Franz Stimmtechnik macht`s möglich (…Wir bilden übrigens die besten Klavierstimmer aus - unerhört!)


Kunde testet den Flügel


…viel Spaß beim Feiern im großen Festsaal! Morgen kommen wir wieder und holen den Flügel wieder ab

Franz beflügelt das Hamburger Planetarium

Am 03.07.2019 lieferten wir den „neuen“ Flügel für das Planetarium im Hamburger Stadtpark.



Der „neue“ ist ein alter Steinway M Flügel mit Baujahr 1916, aufwändig und komplett restauriert. Der Vorgänger, ein Yamaha Flügel mit Baujahr 1996, ist jetzt schon ein „alter“ und bedarf einer
grundlegenden Überarbeitung …

Das neue Instrument wurde von einer bekannten Hamburger Musikerpersönlichkeit komplett
gesponsert. Zusammen mit dem schwedischen Jazzpianisten und Songwriter Martin Tingvall  ist er
auf der Suche nach einem kleineren gebrauchten Steinway Flügel durch mehrere Hamburger
Klaviergeschäfte gezogen und wurde schließlich bei uns fündig. Unser Steinway gefiel klanglich und
von der Spielart am besten - auch gegenüber neu angebotenen Steinways, worüber wir uns natürlich
sehr gefreut haben.



Unser Steinway nun mit dem ursprünglichen Baujahr 1916 passt außerdem sehr gut zum
Planetarium, das in derselben Zeit gebaut wurde wie der Flügel:

Der damalige Hamburger Baudirektor Fritz Schumacher (1869-1947) legte 1910 einen Plan
für einen  "sozialen Park" vor, der auch den Bau eines Wasserturms vorsah. Im Winterhuder
Stadtpark erhielt der Turm den wohl schönsten und repräsentativsten Standort von
Hamburg. 1912 begann der Architekt Oscar Menzel mit dem Bau des Turms. Durch
kriegsbedingte Unterbrechungen konnte das Bauwerk erst 1916 vollendet werden. Seine
Aufgabe als Wasserturm erfüllte es aber nur bis 1924, dann wurde es aus dem
Versorgungsnetz genommen. Als Wasserturm reaktiviert wurde der Bau noch einmal zu
Beginn der 30er Jahre.
Quelle: www.planetarium-hamburg.de

Heute ist das Planetarium Hamburg mit seiner Technik weltweit führend. Kein anderes
Sternentheater bietet eine derartige Kombination von Sternenprojektion, digitaler
Ganzkuppelprojektion, Showlaser- und Lichtanlage, mehrsprachigem Surround-
Soundsystem sowie weiterer einmaliger Ausstattungsmerkmale.


Wir gratulieren also dem Planetarium und freuen uns über den von uns neu in die
Umlaufbahn geschossenen Flügel.

Wir hoffen, dass er auf seiner Reise durchs Universum die „Sternenfee“ und den „Mondritter
Konrad“ beim weiteren Zaubern be-Flügel-t!


Was war los im Hamburger Rathaus am 22.Juni 2018?

Nicht ein wichtiger Staatsgast wird empfangen, sondern ein hochwertiger Sauter Delta 185 Flügel…


Die Männer von pianoexpress reichen ihm schon unten die Hand und tragen ihn die Treppe hoch


Der große Festsaal war sein Ziel…



Mission erfüllt, wir verschwinden.


Antwort der Bürgerschaft auf unser Schreiben

Antwort der Hamburger Bürgerschaft auf unser Schreiben vom 29.12.2017  an den Eingabeausschuss.

Die Antwort kam dann immerhin nach 3 Monaten am 29.03.2018

Die großzügigen Spender/ Sponsoren haben also nicht „ 3 Konzertflügel“ gespendet, sondern von vorne herein festgelegt, dass es 3 „Steinway“  Konzertflügel sein sollen… somit mag die Sache scheinbar rechtlich formal korrekt abgelaufen sein, nur wurden dennoch alle anderen Hersteller ausgegrenzt durch diesen Trick. Es fragt sich auch, ob die am 27.Oktober 2016 veröffentlichten Spendernamen tatsächlich die Spender waren. Es gibt da nämlich  Gerüchte, dass dies eine Konstruktion für die Öffentlichkeit ist.

Außerdem haben wir auch hier wieder einen Fall, wo Arroganz und Überheblichkeit gepaart mit Unwissenheit dazu führten dass es weder einen Wettbewerb, geschweige denn einen fairen  Vergleich zwischen den unterschiedlichen Top Flügel-Herstellern der Welt gab. Für eine Stadt, wie Hamburg, die ja eine Weltstadt sein möchte  – Unwürdig: „Als privatrechtliche Stiftung sei die Stiftung Elbphilharmonie nicht an die Regularien des Vergaberechts gebunden.“ Die „Beschaffung“ der 3 Konzertflügel wird also als Privatsache gehandhabt, nachdem für den Bau der Elbphilharmonie ca. 700Mio unserer Steuergelder verbraucht wurden und – ach Du Schreck- kein Geld mehr da war für die Konzertflügel…Klar, dass dann an öffentlichen Einrichtungen, Schulen und z.B. im Gesundheitssystem es überall an Geld mangelt, obwohl wir eines der reichsten Länder der Welt sein sollen.


Die Sache ist keinesfalls „erledigt“ und wir schauen dann mal, was die Zukunft bringt.






Unser Schreiben an die Hamburger Bürgerschaft

Hamb., den 11.02.2018

Liebe Hamburgerinnen und Hamburger,

die Elbphilharmonie  ist inzwischen seit über einem  Jahr in Betrieb. Viel positives wird berichtet: Super Konzerte, mehr Touristen für die Stadt soundso viele Besucher auf der Aussichtsplattform Plaza etc. Eine regelrechte Marketingmaschinerie streut ständig positive Nachrichten der Superlative über den neuen Hamburger Musentempel…

Dass inzwischen etliche Konzertbesucher mit schweren Knochenbrüchen Ihren Besuch bezahlen mussten, da diverse Treppenstufen ein merkwürdiges Format aufweisen, dass die beeindruckende Rolltreppe „the tube“ von  maßgeblichen Sicherheitsexperten als unzureichend in Paniksituationen eingestuft wurde,  sind nur einige Ungereimtheiten und schwerwiegende Fehlplanungen, die sich offenbaren.




Wenn ich als mittelständischer Unternehmer einen Kostenvoranschlag für eine Klavier-Restaurierung machen würde und ich meinem Kunden nach und nach mitteilen würde, dass die Restaurierung nun doch 3 mal so lange dauert und 5 mal so  teuer wird, würde mein Kunde ziemlich verärgert reagieren und nicht zahlen.

Seiler-Stutz Flügel Detailansicht restauriert bei Achim Franz Klaviere &
Flügel

…Stellt sich bei  der Eröffnungsfeier auch noch einer der  Architekten beleidigt vor das Publikum und maßregelt unseren ehemaligen Bundespräsidenten in wiederum beleidigender Form, dass er als Architekt ja nichts mehr zu sagen braucht, da unser Bundespräsident ja „so viel von Architektur versteht“…Kritik durch Arroganz wegwischen war hier die Devise. Herr Gauck hatte lediglich in seiner Rede - sehr diplomatisch bemüht - ein paar kritische Anmerkungen getätigt…



Als einfacher Bürger dieser Stadt hatte und habe ich nun auch einmal eine kritische Frage, was die Beschaffung der 3 Konzertflügel betrifft. Die  Hamburger Bürgerschaft hat mir zwar zeitnah den Eingang meines Schreibens bestätigt, aber eine Antwort steht bis heute aus. Aber lesen Sie selbst…

Zu meinem Anschreiben an die Hamburger Bürgerschaft